| Schwarzes Merseburg - "Einmal zum Mitnehmen bitte!" |
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Wie bereits die meisten Ladies und Gentlemen, die sich vornehmlich durch einen leicht modrigen Geruch auszeichnen, festgestellt haben, gab es bisher nur zwei große dunkle Zentren in der Region, welche sich anbieten, gemeinsam dem Sonnenaufgang zu entfliehen: Leipzig und Halle. Eigentlich genug, oder? Wir finden nicht!
Deshalb beschlossen drei ähnlich Sonnenbrand gefährdete Typen, diese Lücke im dem eher als weißen Fleck auf der Szenelandkarte bekannten und ach so heiteren Merseburg zu schließen. Man mag zwar über Merseburg denken, was man will; wenn es schon trist und grau genug ist, warum also nicht auch noch schwarz? Also wurde sich eine kleine, ruhige Ecke auf dem Friedhof gesucht und fleißig angefangen zu graben.
Hintergrund der Geschichte sind eher sporadische Events mit schwarzem Inhalt, die schon in der Vergangenheit des Öfteren in den Studentenclubs „Wärmetauscher e.V.“ und „Reaktor e.V.“ zelebriert wurden. Seit nunmehr zwei Jahren sind die Veranstaltungen zu einem festen, monatlichen Event gewachsen und durch stetigen Zuspruch bedacht worden. Unter dem Mantel „Schwarzes Merseburg“ haben die beiden Kuschelfeste „Schwarzer Abend“ und „Nachtwache“ endlich ein Zuhause gefunden. Letztere findet ebenfalls monatlich in der hiesigen Campus-Diskothek Reaktor statt. Beide Lokalitäten verfügen glücklicherweise über funktionsfähige Lichtschalter und dezente Musikanlagen. Das Ziel ist es, allen hiesigen Friedhofsbewohnern nach Einbruch der Dunkelheit einen Treffpunkt zu bieten, wo sie ihre Gedanken und Vorstellungen mit anderen Gleichgesinnten austauschen können, auch ohne lange Wege bis zum nächsten Bestattungsunternehmen auf sich nehmen zu müssen. Damit die Sache aber nicht allzu ernst im fahlen Mondlicht erstrahlt, wird natürlich immer wieder ein bissiger, aber liebevoller Blick auf das Projekt und die Szene geworfen, denn es steht vor allem der Spaß an der Sache im Vordergrund. Auch wenn man es nicht glauben mag, Merseburg hat mehr als genug Potenzial um eine kleine, aber feine Szene auferstehen zulassen. Man muss nur wissen, wo man zu suchen hat. Diese Stadt lag in dieser Hinsicht viel zu lange brach. Daher ist die bisherige, familiäre Atmosphäre einer der wesentlichen Pluspunkte auf dem Totenschein, und die in unserem Unterhaltungsprogramm zum Mitsummen einladenden Livebands werden mit Sicherheit den jetzigen und zukünftigen Gästen eine nette Abwechslung zu den beiden anderen Alternativen in Halle und Leipzig bieten. Bis jetzt stehen wir noch am Anfang unseres Weges und hoffen, durch stetige Arbeit weitere Mitstreiter in dieser Sache gewinnen zu können. |
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