| Be a Goth in Dublin? |
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Agent 007 würde auf diese Frage seine erste „Mission impossible“ erfahren. Denn
neben einem immer samstags geöffneten Club hat die Metropole Irlands für alle
Kinder der Nacht nichts zu bieten. Auch fühlt man sich während eines
Stadtbummels oder einem gemütlichen Sit-In in den zahlreichen Pubs dieser
Stadt nicht gerade in einem Lande, wo sich nicht nur Hase und Igel guten Nacht
sagen.
Wäre da nicht der Future-Pop-Exportschlager für die schwarze Szene
Ronan Harris ala VNV Nation, hätte man seine Zweifel, ob die Bewegung,
die ja bekanntlich in
den 80er in UK begann, hier überhaupt schon eingetroffen ist. Die
Menschen
dieser Stadt sind, wenn man es mit anderen Großstädtlern vergleicht,
voll dem Lauf der Zeit ausgesetz. Ein typischer Dubliner hört Musik mit
einem Ipod
(natürlich in weißer Farbe), hält eine Zeitung in der einen Hand und
telefoniert rauchend mit der anderen. Also nichts, was man heutzutage
nicht auch in Leipzig,
Berlin oder sonstwo in Deutschland sieht.
Da Dublin eine Stadt symbolisiert, in der die Zeit nur so verfliegt, ohne dass es Grenzen zu geben scheint, läuft man dann aber um so verwunderter durch die von in Hektik verfallenden Menschen überlaufenen Straßen und sucht jedoch vergeblich die wenigen in der Masse, die einer Großstadt ihr Flair verleihen. Viele unterschiedliche Nationen und Kulturen treffen in Dublin zusammen. Vor allem prägen Spanier, Franzosen, Italiener und Deutsche die Auslandskulturen. Die meisten zum studieren oder um mal was anderes zu erleben. So verwundert es wohl kaum, dass die Hälfte der in Dublin lebenden Menschen unter 30 Jahre sind (die Bezirke in Dublin Country ausgeschlossen).
Natürlich
darf man die Kultur in Irland nicht mit der in Deutschland vergleichen.
Die traditionelle Irish Folk Music
lebt jeden Abend erneut in zahlreichen Pubs weiter und begeistert Jung
und Alt gleichermaßen.
Als Resümee kann man nur eines sagen: Wer überlegt, längere Zeit nach
Dublin zu gehen und nicht ohne seine wöchentliche Gruftieparty leben
kann, sollte sich
echt überlegen, ob diese Stadt seine Bedürfnisse auf längere Zeit stillen kann.
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